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Finanzierung

Die Kosten der Kitabetreuung werden vom Freistaat, von den Eltern und den Gemeinden gemeinsam übernommen.

Freistaat

Der Freistaat Sachsen beteiligt sich an den Kosten durch Zahlung eines Landeszuschusses, der aktuell bei 2.165 Euro je Kind und Jahr liegt – bezogen auf eine tägliche neunstündige Betreuungszeit. Davon dienen jeweils 75 Euro der Finanzierung von zusätzlichem Personal für die Schulvorbereitung im Kindergarten. Für Integrationskinder wird ein zusätzlicher Landeszuschuss gezahlt. Sorbische Kindertageseinrichtungen können für jede Gruppe, in der Kinder zweisprachig gefördert werden, einen zusätzlichen Landeszuschuss von 5.000 Euro jährlich erhalten. Auch gewerblich-private Kindertageseinrichtungen, die nicht in die öffentliche Bedarfsplanung aufgenommen sind, können Landeszuschüsse erhalten.

Eltern

Der Elternbeitrag ist regional unterschiedlich. Er soll jedoch 20 bis 23 Prozent der gemeindedurchschnittlichen Personal- und Sachkosten für einen Krippenplatz und 20 bis 30 Prozent für einen Kindergarten- oder Hortplatz nicht überschreiten. Festgesetzt wird er von der Gemeinde. Für Alleinerziehende und Eltern mit mehreren Kindern, die eine Kindertageseinrichtung besuchen, gibt es Absenkungen. Der Elternbeitrag für die Tagespflege soll dem Betrag für die entsprechende Kindertageseinrichtung vergleichbar sein und ist abhängig vom Alter des Kindes. Ist die Belastung durch den Beitrag den Eltern wegen zu geringem Einkommen nicht zumutbar, wird er auf Antrag vom Jugendamt übernommen.

Für gewerblich-private Träger von Kitas, die nicht in die öffentliche Bedarfsplanung aufgenommen sind, gelten diese Regelungen nicht. Die Elternbeiträge können dort höher ausfallen und müssen von den Jugendämtern nicht übernommen werden, wenn sie den gemeindeüblichen Betrag übersteigen.

Gemeinde

Die Gemeinde trägt alle Personal- und Sachkosten der Kita, soweit nicht das Land oder die Eltern dafür aufkommen – oder ein freier Träger durch einen Eigenanteil, wenn sich die Einrichtung in freier Trägerschaft befindet. An den Kosten von Trägern gewerblich-privater Einrichtungen außerhalb der öffentlichen Bedarfsplanung muss sich die Gemeinde nicht beteiligen.

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