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Maßnahme 1: Mehr Vor- und Nachbereitungszeit

Eine Frau schaut in einen Laptop und notiert etwas mit einem Bleistift auf einem Block. © fotolia.de / shevchukandrey

Gewährung von zusätzlicher Zeit für mittelbare pädagogische Tätigkeiten für alle Erzieherinnen und Erzieher in Krippen, Kindergärten und Horten im Umfang von zwei Stunden je Woche (sogenannte Vor- und Nachbereitungszeit)

Was heißt das?

Diese Maßnahme betrifft alle Erzieherinnen und Erzieher in Krippen, Kindergärten und Horten.

Sie bekommen neben der Zeit, die sie unmittelbar für die Arbeit mit den Kindern nutzen, zusätzliche Zeit, die der Vor- und Nachbereitung dient. Bei einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden je Woche sind davon zwei Stunden wöchentlich umfasst.

In Krippen, Kindergärten als auch in Horten erhöht sich damit der Personalumfang um jeweils 5 %.

Es wären in Sachsen rechnerisch insgesamt ca. 1.350 zusätzliche vollbeschäftigte Fachkräfte neu einzustellen. Weil die meisten Erzieherinnen und Erzieher teilzeitbeschäftigt sind, könnte jedoch in sehr vielen Fällen die Maßnahme durch eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit der bereits tätigen Fachkräfte umgesetzt werden.  

Auf die Zeit für Leitungstätigkeit wirkt sich diese Maßnahme nicht aus.

Wie verbessert sich damit die Qualität der frühkindlichen Bildung?

Zur Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Kindertageseinrichtungen haben die Erzieherinnen und Erzieher neben der unmittelbaren Arbeit mit den Kindern auch noch andere Aufgaben zu erfüllen. Der Fachbegriff dafür lautet „mittelbare pädagogische Tätigkeiten“. Das sind zum Beispiel die  Vor- und Nachbereitung von Bildungsaktivitäten, die Dokumentation der Bildungsprozesse und Entwicklungsverläufe der Kinder, die Teilnahme an Teamberatungen und fachlichem Austausch, Elterngespräche, die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen wie der Grundschule, der Fachberatung und vieles andere mehr.

Können die Erzieherinnen und Erzieher solche Tätigkeiten in der zusätzlichen Zeit erledigen, so steht das Zeitbudget aus dem gesetzlichen Personalschlüssel für die unmittelbare pädagogische Arbeit mit den Kindern zur Verfügung. Die Fachkräfte in allen Einrichtungsarten haben damit mehr Zeit für die Kinder und die Begleitung ihrer Entwicklung.

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