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Bildungsinhalte

Sächsischer Bildungsplan

Der Sächsische Bildungsplan ist als Leitfaden für pädagogische Fachkräfte in Krippen, Kindergärten und Horten sowie für Kindertagespflege Grundlage für die pädagogische Arbeit.

Der Bildungsplan ist in drei Kapitel geteilt:

  • Grundlagen: Dieses Kapitel beinhaltet grundlegende Aussagen zum Bild vom Kind und zum neuen Bildungsverständnis, die die aktuelle pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen bestimmen.
  • Bildungsbereiche: Die sechs Bildungsbereiche (somatische, soziale, kommunikative, ästhetische, naturwissenschaftliche und mathematische Bildung) stellen zum einen in sich abgeschlossene Einheiten dar und stehen zum anderen miteinander in Verbindung. Bildung wird als ganzheitlicher Prozess gesehen.
  • Kontexte: In diesem Kapitel stehen Überlegungen im Vordergrund, die die Gestaltung günstiger Lernumgebungen in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege in den Blick nehmen: Räumlichkeiten und Materialien, methodisches Wissen, um Bildungsprozesse initiieren, begleiten und dokumentieren zu können und die Projektarbeit als Methode der Wissensaneignung. Des Weiteren wird auf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Müttern und Vätern, die Aufgaben des Trägers der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe, die Integration ins Gemeinwesen sowie auf die Kooperation am Übergang zur Grundschule hingewiesen.

Elternbegleitheft zum Bildungsplan

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus hat das Elternheft zum sächsischen Bildungsplan in acht Sprachen übersetzen lassen: ins Russische, Englische, Arabische, Vietnamesische, Ukrainische, Französische, Spanische und  Türkische. Damit soll Eltern mit Migrationshintergrund die Möglichkeit eröffnet werden, in ihrer Muttersprache einen Einblick in die Inhalte und die pädagogische Grundrichtung des Sächsischen Bildungsplans zu erhalten. Nach der Bundesstatistik vom März 2011 besuchen 15.588 Kinder (6 %) sächsische Kindertageseinrichtungen, von denen mindestens ein Elternteil die Sprache des Herkunftslandes spricht, in den Familien von 8.065 Kindern (3%) wird nicht vorrangig deutsch gesprochen.


Schulvorbereitungsjahr

Grundsätzlich ist die Bildungsarbeit in Krippe und Kindergarten als Beginn einer kontinuierlichen Bildung und als Grundlage zur Bewältigung der Anforderungen des späteren Lebens in der Gemeinschaft zu sehen.

Das Sächsische Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen (SächsKitaG) hat dazu in § 2 Absatz 3 insbesondere das letzte Kindergartenjahr als Schulvorbereitungsjahr in den Kindertageseinrichtungen festgeschrieben. Im Schulvorbereitungsjahr sollen Erzieher/innen, Lehrkräfte und Eltern gemeinsam für die Kinder einen gelingenden Übergang vom Kindergarten in die Schule gestalten. Für die Gestaltung, des Schulvorbereitungsjahres und der Schuleingangsphase wird zusätzliche Personalkapazität für beide Institutionen vorgehalten und vom Freistaat finanziert. Auch für das vorletzte Kindergartenjahr steht schon zusätzliches Personal für die Schulvorbereitung zur Verfügung.

Der Sächsische Bildungsplan trägt als verbindlicher Rahmen und als Orientierung zur inhaltlichen Gestaltung des Schulvorbereitungsjahres und zur Zusammenarbeit von Kindergarten und Grundschule bei.


Kooperation von Kindergarten und Schule

Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist eine Herausforderung für die Kinder. Damit dieser Übergang möglichst ohne Brüche verläuft, haben Erzieher/innen, Lehrer/innen und Eltern eng zusammen zu arbeiten. Dazu schließen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen eine Kooperationsvereinbarung ab.

Mit der gemeinsamen Vereinbarung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus vom 13.08.2003 wurde eine neue Qualität der Zusammenarbeit der am Übergang Beteiligten angestrebt. Sowohl im SächsKitaG als auch im Schulgesetz ist die Zusammenarbeit der Einrichtungen verbindlich festgeschrieben. Mit dem Ringordner "Verbesserung der Schuleingangsphase" erhielten alle Kindertageseinrichtungen und Grundschulen ein Material an die Hand, das für die konkrete Ausgestaltung der Zusammenarbeit vor Ort Orientierung bietet. Eine durch die Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege initiierte und in Abstimmung mit dem Sächsischen Städte- und Gemeindetag sowie den Staatsministerien für Soziales und Kultus herausgegebene Musterkooperationsvereinbarung soll gemeinsame Vorhaben unterstützen.


Zusammenarbeit von Grundschule und Hort

Grundschule und Hort sind Einrichtungen, die gemeinsam die pädagogischeVerantwortung für die ihnen anvertrauten Kinder übernehmen. Eine gute Zusammenarbeit von Erzieher/innen, Lehrer/innen und Eltern, die das Kind in den Mittelpunkt stellt, ist daher unerlässlich. Eine gute Grundlage dafür bildet die Empfehlung zur Zusammenarbeit von Schule und Hort.

Mit der Förderrichtlinie zum Ausbau von Ganztagsangeboten soll die Kooperation von Schule und Hort gestärkt und qualitativ ausgebaut werden. Nur gemeinsam können Schule und Hort ein Ganztagsangebot gestalten.


Marginalspalte

Weitere Informationen

Sächsischer Bildungsplan

Bild: Cover Bildungsplan

Sächsischer Bildungsplan

Das Elterbegleitheft zum Bildungsplan ist in folgenden Sprachen verfügbar:

Evaluierung des Sächsischen Bildungsplans

Evaluierung der Umsetzung des Sächsischen Bildungsplans, des Schulvorbereitungsjahres und der Verzahnung mit der Schuleingangsphase - Abschlussbericht

Der Sächsische Bildungsplan, das Schulvorbereitungsjahr und die Verzahnung mit der Schuleingangsphase - Vortrag von Frau Prof. Dr. Carle

Kurzfassung der Evaluationsergebnisse

© Sächsisches Staatsministerium für Kultus